Wer Leistung fordert, muss Sinn bieten.

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In Anlehnung an Manfred Antoni wird Arbeit vom Menschen dann als befriedigend empfunden, wenn sie folgende Kriterien erfüllt:
• physische und geistige Tätigkeit; wobei es zunächst unerheblich ist, ob eher physische oder geistige Tätigkeit verrichtet wird.
Wichtig ist nur das Zusammengehören von Planen und Ausführen, um Lust an der Aufgabenerfüllung erlebbar werden zu lassen. Die Trennung von Denken und tunwird immer mehr abgelehnt. Große Zufriedenheit resultiert meist aus Aufgaben, die – allein oder im Team – von Anfang bis Ende bearbeitet werden können, also eine geschlossene Einheit bilden.
• Gestalterische Tätigkeit; Menschen wollen durch ihre Arbeit sich selbst und ihre Umwelt verändern; dazu muss dass menschliche Neugierverhalten befriedigt werden können; dazu muss das schöpferische und kreative Potenzial zur Geltung kommen.
• Produktive Tätigkeit; das heißt, das Verhältnis von aufgewandter zu produzierter Energie sollte möglichst günstig sein.
• Interaktive Tätigkeit; die meisten Menschen suchen und nutzen die Möglichkeiten zu vielen sozialen Kontakten am Arbeitsplatz; sie wollen wahrgenommen werden, suchen den Austausch und begrüßen Zusammenarbeit.
Die Ergebnisse der Arbeitswissenschaft legen nahe, dass das Missachten einer oder mehrerer Dimensionen dieses ganzheitlichen Arbeitsbegriffs unzufrieden macht, langweilt, unterfordert, kurz: Demotivation hervorruft und damit in großen Teilen erst für die Diskussion um den „richtigen“ Führungsstil, um die „richtige“ Motivierung verantwortlich zeichnet.
Professor Herbert Kubicek: „die Veränderung von Organisationsstrukturen, Kontrollsystemen und Arbeitsinhalten im Zuge der Bürokratisierung und Mechanisierung zerstören mehr Motivation und Identifikation, als psychologisch noch so geschicktes Vorgesetztenverhalten erzeugen kann.“
Ein nicht geringer Teil der Führungsaufgabe wäre demnach ganz pragmatisch ein Wiederaufbauprogramm für die demotivierten Opfer sinnentleerter Arbeit.
Gute Erfahrungen werden gemacht, wenn der Einzelne oder auch ganze Gruppen in die Gestaltung der Arbeitsvorgänge, der Arbeitsorganisation und ihres Arbeitsumfeldes einbezogen werden.
Und hilfreich ist es zu fragen: „Was an Ihrem Arbeitsplatz behindert Ihre Begeisterung? Wie können wir Ihre Arbeit vollständiger machen? Was wünschen Sie sich?“ Nicht alles an Ganzheitlichkeit wird zu realisieren sein; im Regelfall ist jedoch der Bereich der Fantasie nicht annähernd ausgeschöpft.

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