Münchner Berufsfachschule für Musik setzt auf EU-weiten Austausch

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„Es war unser erster Antrag für ein Programm, das von der EU gefördert wird. Das fast 50-seitige Antragsformular hat uns ganz schön ins Schwitzen gebracht. Aber nach ersten Pilot-Projekten, die unser Trägerverein selbst finanziert hat, war uns klar: Der Aufwand lohnt sich, weil unsere Schüler von den Auslandsaufenthalten wirklich profitieren.“, erklärt Berufsfachschulleiter Franz-David Baumann.

Bis 31. Mai 2018 besuchen jeweils zwei Jazzschool-Schüler für vierzehn Tage sechs vergleichbare staatliche Musikausbildungsinstitute. Dort sollen sie am Unterricht teilnehmen, Band- und Chorproben leiten, bei einem Konzert in der Partnerstadt auftreten und die lokale Musikszene kennen lernen. Außerdem wird jeweils ein Dozent für eine Woche vor Ort sein, um mehr über neue Unterrichtskonzepte und Lehrmethoden zu erfahren und selbst auf Englisch zu unterrichten. Außerdem sollen pädagogische Projektgruppen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Ausbildungsformen diskutieren, um die Curricula EU-weit vergleichbarer zu machen.

„Berufsfachschulen für Musik gibt es in Deutschland nur in Bayern. Der Schultyp ist deshalb immer noch eher regional ausgerichtet. Das wollen wir mit unserem ERASMUS+-Projekt verändern. Wir finden, dass die Auslandsaufenthalte unser Ausbildungsprofil gut ergänzen: Viele Schüler bereiten sich bei uns auf ein Studium an einer Musikhochschule vor. Internationale Erfahrungen sind da natürlich von Vorteil.“, hebt Baumann hervor. Ziel der zweijährigen Berufsfachschul-Ausbildung mit 30 Wochenstunden sei es auch, für die Arbeit als Lehrer an privaten Musikschulen oder als Leiter von Laien-Ensembles wie Big Bands, Chören und anderen Formationen zu qualifizieren. Außerdem legten die Dozenten der Jazzschool einen Schwerpunkt auf die Anforderungen, die sich an Live- und Studiomusiker, Komponisten oder Arrangeure stellen.

Wer sich in München unterschiedliche Berufswege als Musiker ebnen möchte, muss in einer Aufnahmeprüfung am 8. und 9. Juli 2016 an der Jazzschool seine Fähigkeiten im Hauptfachinstrument Piano, Gitarre, E- oder Kontrabass, Trompete, Saxophon, Klarinette, Querflöte, Violine, Schlagzeug oder Gesang sowie seine Kenntnisse in den Theoriefächern Harmonielehre, Gehörbildung, Rhythmik und allgemeine Musiklehre unter Beweis stellen. Ausbildungsstart an der Berufsfachschule für Musik ist am 13. September 2016. Mehr Informationen gibt es auf www.jazzschool.de oder direkt unter 089/ 72 63 52 96-0.

Weitere Informationen unter:
http://www.jazzschool.de