Rekordzahlen zu Jahresanfang: Digitale Fortbildung immer populärer

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Mit Rekordwerten ist die IT-Lernplattform https://openHPI.de des
Hasso-Plattner-Instituts ins Bildungsjahr 2020 gestartet: Für den ersten Kurs im
neuen Programm, der am 8. Januar startete, schrieben sich allein mehr als 12.800
Teilnehmer ein. Unter dem Titel “Data Engineering und Data Science – Klarheit in
den Schlagwort-Dschungel” wollen sie lernen, die aktuelle Diskussion um
Daten-Wissenschaften und künstliche Intelligenz besser zu verstehen. “Damit
weist unsere sieben Jahre alte Bildungsplattform insgesamt fast 686.000
Einschreibungen von mehr als 213.00 einzelnen Nutzern auf”, berichtete
Institutsdirektor Prof. Christoph Meinel.

Digitale Weiterbildung werde spürbar immer populärer, sagte der
Informatikwissenschaftler, als er das neue Jahresprogramm an kostenlosen
Onlinekursen auf openHPI vorstellte. Im Mittelpunkt stehen vor allem viele
Gratis-Kurse für Kinder und Jugendliche, die in der Rubrik “openHPI Junior”
angeboten werden. Unter anderem beschäftigen sie sich mit der Programmiersprache
Python, mit Git, einem Tool zur Versionsverwaltung, mit neuronalen Netzen und
mit Machine Learning. Es sind jeweils Studierende des Instituts, welche diese
Einsteiger-Kurse auf openHPI leiten.

Gratis-Kurse für IT-Einsteiger und -Experten

Für IT- und Innovations-Experten bieten auch mehrere HPI-Professoren und
-Wissenschaftler auf openHPI Gratis-Kurse an – in deutscher und englischer
Sprache. Themen sind unter anderem Künstliche Intelligenz, Internetworking und
Design Thinking. Einzelheiten sollen in Kürze veröffentlich werden.

Für den am 8. Januar gestarteten Massive Open Online Course (MOOC) von
HPI-Professor Felix Naumann, der Klarheit in den Schlagwort-Dschungel
datengetriebener Technologien bringen soll, kann man sich auch jetzt noch unter
https://open.hpi.de/courses/data-engineering2020 einschreiben. Naumann leitet am
Institut das Fachgebiet Informationssysteme und ist – zusammen mit seinem
Professoren-Kollegen Tilmann Rabl – Sprecher des HPI-Forschungskollegs “Data
Science and Engineering”, einer Doktoranden-“Schule”.

Fit für die Digitalisierung

Wer an den kostenlosen offenen Onlinekursen von openHPI teilnimmt, um sich für
die Digitalisierung fit zu machen, ist überwiegend zufrieden mit dem Nutzen: “92
Prozent der Teilnehmer bestätigen, dass sie das Wissen unmittelbar im Alltag
anwenden können”, betont der Institutsdirektor. Meinel hatte 2019 rund 187.000
Personen befragen lassen, die damals bereits für solche Massive Open Online
Courses (MOOC) des HPI eingeschrieben waren. Die IT-Lernplattform existiert seit
2012 und gilt damit als erste europäische MOOC-Plattform mit Bildungsinhalten
für jedermann. 88 Prozent ihrer Nutzer stammen aus Europa.

“Als Nutzen nennen 81 Prozent der Antwortenden, dass man komplexe Sachverhalte,
über die in den Medien berichtet wird, leichter versteht, seine Arbeit
erfolgreicher ausführen kann oder einfach seinen Hobbies besser nachgehen kann”,
berichtet Meinel. 52 Prozent sähen jetzt sogar Karrierevorteile in ihrem Beruf.
23 Prozent erklärten, sie hätten nach dem Kurs einen neuen Job annehmen können.
“Nur 8 Prozent teilten uns mit, dass sie das erworbene Wissen und die Kenntnisse
bisher nicht anwenden konnten”, sagte Meinel. Insgesamt wertete sein Team 1.400
Antworten aus.

Wissenschaftler: Deutschland muss bei lebensbegleitendem Lernen aufholen

70 Prozent der Teilnehmenden an der Befragung hatten mindestens einen Onlinekurs
auf der Lernplattform für Informationstechnologie und Innovationen mit einem
Zertifikat abgeschlossen. Laut Befragungsergebnis sind zwei Drittel aller
openHPI-Nutzer männlich. Überwiegend handelt es sich um 30- bis 59-Jährige. Der
Mittelwert des Alters liegt bei 40 Jahren. Die Mehrheit der mittlerweile gut
213.000 Teilnehmenden hat ein Studium mit dem Bachelor- oder Master oder einem
vergleichbaren Grad abgeschlossen und ist seit mindestens fünf Jahren im Beruf
tätig.

Die Europäische Union strebt nach den Worten des HPI-Direktors an, dass bis zu
diesem Jahr im Durchschnitt mindestens 15 Prozent der Erwachsenen am
lebensbegleitenden Lernen teilnehmen. “Die Statistikbehörde Eurostat ermittelte
2019 für Deutschland aber erst eine Teilnahmequote von 8,2 Prozent an der
Erwachsenenbildung”, sagt Meinel. Deshalb sei es wichtig, dass immer mehr
Beschäftigte die kostenlosen digitalen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten von
openHPI nutzten, um sich vor allem auf die fortschreitende Digitalisierung der
Arbeitswelt einzustellen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer könnten auf diese
Weise orts- und zeitunabhängig ihre Kompetenzen auf den Feldern
Informationstechnologie und Innovation entwickeln bzw. gezielt erweitern.

Berufstätige bekommen digitale Aus- und Weiterbildung geschenkt

“Rasante Innovationen treiben in allen Unternehmen die Digitalisierung voran”,
unterstreicht Meinel. Deshalb trage das Hasso-Plattner-Institut dazu bei, dass
auch immer mehr Berufstätige “in Sachen digitale Allgemeinbildung auf den
neusten Stand gebracht werden”.

Den Gratis-Zugang zu neustem Hochschul-Wissen biete openHPI seit 2012
grundsätzlich allen Interessenten an. “Digitales Lernen soll jedem unabhängig
von Bildungsabschluss, Aufenthaltsort oder Tageszeit möglich sein”, so der
Potsdamer Informatik-Professor. Dieselben Wissenschaftler, die den Studierenden
im HPI-Hörsaal aktuelle Erkenntnisse vermitteln, halten auch die Internetnutzer
daheim, unterwegs oder im Büro auf dem Laufenden.

Teilnahme ist für die Online-Lerner kostenfrei

Die kostenlose Bildungsplattform wird finanziert von Stifter Prof. Hasso
Plattner, einem der Gründer des Softwarekonzerns SAP. “Unserem Mäzen liegt am
Herzen, dass auch andere eine so gute Bildung geschenkt bekommen, wie er sie in
Deutschland genoss”, erläutert Institutsdirektor Meinel.

In der weltumspannenden virtuellen Lerngemeinschaft des Hasso-Plattner-Instituts
sei jeder willkommen, der “durch interaktives gemeinsames Lernen die digitale
Welt besser verstehen und sie mitgestalten möchte”, so der Professor.

Einige Fakten zur IT-Lernplattform openHPI

Gestartet am 5. September 2012

Betreiber: Hasso-Plattner-Institut, Potsdam Einzelne Nutzer: gut 213.000*
Kurseinschreibungen: mehr als 685.000* Ausgestellte Leistungsnachweise: fast
71.000* Archivierte Kurse fürs Selbststudium: rund 70* Kurs-Sprachen: Deutsch,
Englisch, Chinesisch Webseite: https://open.hpi.de *alle Angaben beziehen sich
auf Januar 2020

Pressekontakt:

Pressekontakt: presse@hpi.de
Christiane Rosenbach, Tel. 0331 5509-119, christiane.rosenbach@hpi.de
und Friederike Treuer, Tel. 0331 5509-177, friederike.treuer@hpi.de

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