Schüleraustausch USA: Kann man das Auslandsjahr zu zweit absolvieren – und was sind die Alternativen?

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1 Schüleraustausch USA: Alleine die Welt entdecken? Das Auslandsjahr, der Schüleraustausch, ist bei jungen Leuten begehrt. Grundsätzlich reisen die Schüler*innen, betreut von ihrer Austauschorganisation, in die USA und dort zur Gastfamilie. Sie besuchen dort die örtliche High School, lernen Freunde kennen und erarbeiten sich so eine neues Umfeld. Viele Schüler*innen vermissen dabei den Kontakt zu ihrer Familie und Freunden in Deutschland. Heimweh ist daher oft ein Thema im Auslandsjahr. Dem begegnen die Austauschschüler teilweise durch regelmäßige Kontakte mit „zuhause“ per Skype oder Social Media-Plattformen. Eine andere Möglichkeit, Vertrautes um sich zu haben, könnte sein, mit einem Freund bzw. einer Freundin zusammen in den Austausch zu gehen. Das würde bedeuten: zum selben Zeitpunkt in dasselbe Zielland, dieselbe Stadt, evtl. auch in dieselbe High School und Gastfamilie geht. Grundsätzlich ist eine derartige Gestaltung in den Programmen für den Schüleraustausch nicht vorgesehen. Was sind dafür die Gründe und welche Alternative haben die jungen Leute?
2 Schüleraustausch USA: Die Ziele des Auslandsjahres. Der Schüleraustausch ist nicht mit einem Langzeit-Urlaub zu verwechseln. Zumindest beim Schüleraustausch im USA Classic Programm sind die Ziele umfassend: Das Kennenlernen der Kultur, des Alltagslebens, des Landes, des Bildungssystems und der Werte der Menschen in den USA. Wichtig ist auch das Lernen der englischen Sprache. Das Idealziel ist, dass die Austauschschüler im Alltag in den USA so „angekommen“ sind, dass die in der Gastfamilie als volles Familienmitglied und in der High School als normale Schüler, wie die einheimischen Schüler, wahrgenommen werden.
3 Schüleraustausch USA: Die Ziele und die Folgerungen für Kontakte zu Deutschland. Die Zielsetzung, dass die Schüler sich in die US-Gesellschaft integrieren, setzt voraus, dass sie in vollem Umfang in das Leben und die Sprache „eintauchen“. Das funktioniert dann am besten, wenn man Tag und Nacht ausschließlich in der „neuen Welt“ lebt, denkt, spricht. Im Idealfall denken und träumen die Schüler nach einiger Zeit auf Englisch. Voraussetzung dafür ist, dass die Gastschüler sich nicht ablenken, indem sie parallel ihr Leben in Deutschland weiter „mitleben“ und in der deutschen Sprache kommunizieren.
4 Schüleraustausch USA: Die Auswahl von Stadt, High School und Gastfamilie. Die Ziele des Schüleraustausches führend dazu, dass die Schüler im Ausland möglichst ohne jeden Kontakt zu Deutschland und zu anderen Deutschen leben sollen. Daher werden die High Schools so ausgesucht, dass dort wenige oder keine weiteren Schüler aus Deutschland gleichzeitig vor Ort sind. Die Kontakte zu Deutschland, auch mittels Skype etc., sollen auf ein Minimum begrenzt sein. Die Unterbringung in der Gastfamilie ist dann optimal, wenn dort keine anderen Austauschschüler gleichzeitig leben, zumindest keine andern Schüler aus Deutschland.
5 Schüleraustausch USA: Die Möglichkeiten zu zweit zu reisen. Vor dem Hintergrund der Rahmenbedingungen ist es weder zielführend noch machbar, zu zweit den Schüleraustausch zu absolvieren. Die Austauchorganisationen sind gehalten, auf die Einhaltung dieser Punkte hinzuwirken.
6 Schüleraustausch USA: Die Alternativen zur Reise zu zweit. Wer nicht alleine ins Ausland reisen will, hat die Alternative zu warten, bis man sich die Reise alleine zutraut. Erfahrungsgemäß werden die Chancen mit zunehmendem Alter besser. Die meisten Austauschschüler gehen mit 16 oder 17 Jahren in die USA. Zum Kennenlernen von Auslandsaufenthalten sind Summercamps und Sprachferien gut geeignet. Das bedeute, dass die jungen Leute in den Ferien für zwei bis drei Wochen in einer Gruppe im Ausland leben. Meistens ist das Reiseziel England. Danach ist das Selbstbewusstsein normalerweise gewachsen und die Schüler wissen, ob sie sich einen längerfristigen Schüleraustauch zutrauen. Eine weitere Option ist, erst nach der Schulzeit ins Ausland zu gehen. Für das Gap Year gibt es eine Vielzahl an Programmen, die man teilweise auch zu zweit absolvieren kann, insbesondere Work and Travel oder auch einen Freiwilligendienst.
7 Schüleraustausch USA: Wie man die gute und günstige Organisation findet. Wer ins Internet sieht, stellt fest: Es gibt sehr viele Anbieter. Wichtig ist, nur solche Anbieter anzusehen, die sowohl leistungsfähig als auch seriös sind. Am einfachsten und sichersten ist es, wenn man eine vorgeprüfte Anbieter-Auswahl nutzt. Dafür gibt es die Anbieter-Suchmaschine auf dem Schüleraustausch-Portal, das unabhängig informiert (www.schueleraustausch-portal.de/organisationen). Vor der Entscheidung sollte man zusätzlich mit mehreren guten Anbietern persönlich sprechen. Dafür gibt es die bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen, die deutschen Spezialmessen für Schüleraustausch und Gap Year der gemeinnützigen Stiftung Völkerverständigung, die nur seriöse Anbieter zulässt. Orte und Termine: www.aufindiewelt.de/messen. Der Eintritt ist kostenfrei.

Weitere Informationen unter:
https://www.schueleraustausch-portal.de