Stiefkind Bildung?

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“Wer erinnert sich noch? Gerade einmal sechs Jahre ist es her, da widmete sich “Der Spiegel” dem Thema Rechtschreibung. Auf dem Titelbild las sich das so: “Die Rechtschreipkaterstrofe”. Und siehe da: Nach der jetzt veröffentlichten neuen Pisa-Studie sprechen viele Kommentatoren wieder einmal von einer „Bildungskatastrophe“. Tatsächlich: Jeder fünfte Schüler, so konnte man erfahren, hat große Mühe, Texte zu lesen und zu verstehen, geschweige denn “Fake News” im Internet zu erkennen.

Was ist bloß in den letzten Jahren passiert? Seitens der Politik gab es doch immer wieder wohlfeile Reparaturarbeiten. Die Einführung neuer Schulformen brachte aber anscheinend auch keine wirklichen Verbesserungen. Was viele Eltern ebenfalls nervt, ist, dass viel zu viel Unterricht dank akutem Personalmangel ausfällt. Wird ein Lehrer krank, bricht sofort alles zusammen, denn Personalreserven gibt es keine. Nicht nur in Baden-Württemberg wurde eben viel zu lange an der falschen Stelle gespart. Auch ich habe übrigens junge Lehrer gekannt, die sich zum Beginn der Sommerferien arbeitslos melden mussten. Wiedereinstellung ab September? – Nur vielleicht.

Die Ursachen der Misere sind also vielfältig: Die Frage sei erlaubt, welchen Stellenwert das Lesen und die Rechtschreibung denn heutzutage überhaupt noch haben. An die automatische Rechtschreibprüfung und Spracherkennung haben wir uns ja im Grunde alle schon gewöhnt, oder? – „LRS als Normalzustand?“ – In Ordnung, die Gründe einer scheinbar deutlichen Zunahme der so genannten „Lese-/Rechtsschreibschwäche“ (LRS) mögen durchaus vielschichtig sein. Klar ist eben auch, dass diese den weiteren Bildungs- Berufs- und Lebensweg eines Schülers noch immer erheblich beeinflusst. Wichtig für Eltern ist, rechtzeitig etwas dagegen zu tun und nicht den sprichwörtlichen Kopf in den Sand zu stecken. Denn da wächst sich nichts (von alleine) aus!”

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