“Tatort” aus Potsdam: Onlinekurs zur Internetsicherheit wirkt wie ein Krimi

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Wie ein Krimi klingt der Titel des neuen Onlinekurses zur Internetsicherheit, den das Hasso-Plattner-Institut (HPI) ab 13. Mai gratis auf seiner Lernplattform openHPI anbietet: “Tatort Internet – Angriffsvektoren und Schutzmaßnahmen”. Eine Anmeldung für den sechswöchigen Kurs, den HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel leitet, ist online unter https://open.hpi.de/courses/intsec2020 möglich.

“Viele Menschen sind sich der großen Risiken, die das Internet birgt, noch immer nicht voll bewusst”, sagt der Informatikwissenschaftler. Internetnutzer müssten jedoch neben der physischen auch ihre digitale Identität vor der realen Gefahr schützen, Betrügern zum Opfer zu fallen. Wie dies bestmöglich gelingen kann, beispielsweise durch sichere Passwörter, erfahren die Teilnehmenden in dem kostenlosen “Massive Open Online Course” (MOOC) auf openHPI.

Vorkenntnisse seien für die Teilnahme nicht nötig, betont Meinel: “Eingeladen sind alle, die regelmäßig im Internet unterwegs sind, ob privat oder beruflich”. Bei erfolgreichem Absolvieren des offenen Gratiskurses erhalten die Lernenden ein Zertifikat und eine Teilnahmebescheinigung des renommierten Instituts.

“Nur wenige Internetnutzer können sich ausreichend schützen”

“Nur etwa ein knappes Drittel der Internetnutzer fühlt sich selbst in der Lage, Geräte wie Smartphone oder Computer ausreichend vor Angriffen durch Internetkriminelle zu schützen”, verweist der HPI-Direktor auf das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom. Sei jedoch Schadsoftware erst einmal auf den Rechner geraten, verbreite sie sich oft rasend schnell und könne sogar ganze Betriebe lahmlegen.

“Um dem vorzubeugen, genügen oft einfache Regeln, die jeder Internetnutzer beherzigen sollte”, betont Meinel. Im Kurs bringt er zusammen mit seinem Team den Teilnehmenden bei, welche Arten von Schadsoftware es gibt und durch welche grundsätzlichen Maßnahmen Nutzer sich und den eigenen Rechner schützen können.

Allgegenwärtiges Internet – was bedeutet das für die Privatsphäre?

Auch welche Auswirkungen das allgegenwärtige Internet auf die eigene Privatsphäre hat, wird in dem openHPI-Kurs thematisiert. So steht auf dem Lehrprogramm, welche Rolle Smartphones und das vernetzte Zuhause, das Smart Home, aber auch Fitness-Tracker, Gesundheits-Apps, soziale Medien und das “normale” Surfen im Internet in diesem Zusammenhang spielen.

Hintergrund zur interaktiven Bildungsplattform openHPI

Seine interaktiven Internetangebote hat das Hasso-Plattner-Institut als Pionier unter den europäischen Wissenschafts-Institutionen am 5. September 2012 gestartet – auf der Plattform https://open.hpi.de . Sie bietet seitdem einen Gratis-Zugang zu aktuellem Hochschul-Wissen aus den sich schnell verändernden Gebieten der Informationstechnologie und Innovation. Das geschieht bislang hauptsächlich auf Deutsch, Englisch und Chinesisch. Im Herbst 2017 hat openHPI aber erstmals auch die Online-Übersetzung und Untertitelung eines Kurses in elf Weltsprachen angeboten. Mittlerweile wurden auf openHPI rund 740.000 Kurseinschreibungen registriert. Mehr als 226.000 Personen aus 180 Ländern gehören auf der Plattform zum festen Nutzerkreis. Er wächst derzeit rasant. Für besonders erfolgreiche Teilnehmer an seinen “Massive Open Online Courses”, kurz MOOCs genannt, stellte das Institut bisher mehr als 74.000 Zertifikate aus. Das openHPI-Jahresprogramm für 2020 umfasst zahlreiche Angebote für IT-Einsteiger und Experten. Auch die in der Vergangenheit angebotenen rund 70 Kurse können im Selbststudium nach wie vor genutzt werden – ebenfalls kostenfrei. Studierende können sich für das Absolvieren von openHPI-Kursen jetzt auch Leistungspunkte an ihrer Universität anrechnen lassen. Wer sich Videolektionen aus den Kursen unterwegs auch dann anschauen will, wenn keine Internetverbindung gewährleistet ist (etwa im Flugzeug), kann zudem die openHPI-App für Android-Mobilgeräte, iPhones oder iPads nutzen.

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und Friederike Treuer, Tel. 0331 5509-177, friederike.treuer@hpi.de

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