CJD Jugenddorf Offenburg und Agentur für Arbeit schmieden ”Bildungsketten”

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An der Offenburger Georg-Monsch-Schule werden zehn und an der Astrid-Lindgren-Schule fünf Schüler begleitet. Die Mörburgschule Schutterwald verfügt über 15 Plätze, die Grund- und Hauptschule Rheinbischofsheim sowie die Wilhelm-Rohr-Schule in Freistett über jeweils fünf.

Die Verantwortung für die Berufseinstiegsbegleitung der Jugendlichen teilen sich die CJD-Mitarbeiterinnen Melanie Krauß und Andrea Sänger. An der Georg-Monsch-Schule werden sie dabei von Lehrer Frank Hurst unterstützt. “Wir arbeiten sehr intensiv mit Schülern der Klassen 8 und 9, also den Vorabgangsklassen bis zum ersten Jahr der Berufsausbildung “, erklären die beiden Berufseinstiegsbegleiterinnen.

Da der Bedarf insgesamt sehr groß, die Zahl der Plätze jedoch limitiert sei, ist die Auswahl der zu fördernden Jugendlichen ein erster wichtiger Punkt der Bildungsketten-Initiative. Hier sind die Lehrer der beteiligten Schulen gefordert: Sie machen Vorschläge, die mit der Agentur für Arbeit abgestimmt werden. Letztlich müssen noch die Eltern der Begleitung zustimmen.

“Die Auswahl orientiert sich nicht nur allein an den Noten”, ergänzt Melanie Krauß. Kriterien wie eine problematische Familiensituation, persönliche Probleme oder eine allgemeine Orientierungslosigkeit werden bei der Entscheidung ebenfalls berücksichtigt.

Danach stehen die Mitarbeiter den förderbedürftigen Jugendlichen aktiv zur Seite. Neben dem Erreichen des Schulabschlusses helfen sie bei Berufswahl, Stellensuche und Bewerbungsverfahren. Auch im ersten Ausbildungsjahr finden die Jugendlichen den vertrauten Ansprechpartner. Wie die individuelle Unterstützung im Detail ausgestaltet wird, hängt dabei wesentlich von den Stärken, Interessen und Fähigkeiten des Einzelnen ab.

Über viele positive Reaktionen seitens der Schüler berichtet Melanie Krauß, zuständig für die Offenburger Georg-Monsch-Schule: “Die Bereitschaft, Hilfe anzunehmen, ist da!” Dem pflichtet auch Rektor Jess Haberer bei: “Unsere Schüler sind sehr dankbar und froh über diese Art der Zuwendung.”

Nach Angaben des BMBF verlassen jährlich etwa 60.000 junge Menschen die Schule ohne Abschluss, andere gelten als nicht reif für eine Ausbildung. Angesichts dieser Situation zielt die BMBF-Initiative “Bildungsketten bis zum Abschluss” darauf, die Zahl der Schulabbrüche zu reduzieren sowie den Übergang von der Schule in die Ausbildung und in das Berufsleben zu verbessern.

In enger Zusammenarbeit mit den Ländern und ausgewählten Sozialpartnern soll auf diese Weise dem drohenden Fachkräftemangel begegnet werden. Bis zu 30.000 Schülerinnen und Schüler werden durch bis zu 1.000 hauptamtliche Berufseinstiegsbegleiter betreut. Die Länder haben hierzu 1.000 Hauptschulen benannt, an denen die Berufseinstiegsbegleiter tätig sind. Das BMBF fördert die Initiative mit insgesamt 362 Millionen Euro.

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