PISA-Bericht “Lesen im 21. Jahrhundert”- Weniger als die Hälfte der 15- Jährigen in Deutschland kann Fakten von Meinungen unterscheiden (AUDIO)

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Anmoderationsvorschlag: Unsere Informationswelt wird immer komplexer und stellt vor allem Schülerinnen und Schüler vor Herausforderungen. Die Corona-Pandemie und die damit verbundene “Infodemie” verstärken diese Dynamik noch. Aber wie können wir junge Menschen dabei unterstützen, sicher durch diese Flut an Informationen zu kommen? Eine zentrale Rolle nehmen hier Schulen und Bildungseinrichtungen ein. Der neue PISA-Bericht der OECD “Lesen im 21. Jahrhundert: Lese- und Schreibkompetenzen in einer digitalen Welt”, gefördert von der Vodafone Stiftung Deutschland, untersucht, wie 15-jährige Schüler:innen auf der ganzen Welt Lesekompetenzen entwickeln, um sich im digitalisierten 21. Jahrhundert zurechtzufinden. Die Ergebnisse wurden nun (heute) vorgestellt. Mario Hattwig berichtet.

Sprecher: Bei den aktuellen PISA-Tests hatten Schülerinnen und Schüler die Aufgabe, Textpassagen als Fakten oder als Meinungen zu identifizieren. Weniger als der Hälfte ist das gelungen, so Inger Paus, Geschäftsführerin der Vodafone Stiftung, die auch eine Ursache dafür kennt.

O-Ton 1 (Inger Paus, 22 Sek.): “Es gibt keine flächendeckende Auseinandersetzung mit diesem Thema an Schulen. Nur 49 Prozent der Befragten geben an, im Unterricht jemals gelernt zu haben, wie man subjektive oder voreingenommene Informationen erkennt. Und auch wenn Deutschland damit leicht über dem OECD-Mittelwert liegt: In fast keinem Land weltweit spielt der soziale Hintergrund der Schüler:innen bei den Lesekompetenzen eine so große Rolle wie bei uns.”

Sprecher: Ein Grund dafür: Sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler hatten vor der Pandemie seltener Zugang zum Internet und zu einem Computer.

O-Ton 2 (Inger Paus, 13 Sek.): “Schüler:innen, die häufiger digitale Geräte im Unterricht benutzen, können zum Beispiel besser zwischen Fakten und Meinungen unterscheiden. Nicht die Technik allein, sondern vor allem der sinnvolle Einsatz durch Lehrkräfte fördert das Leistungsniveau von Schüler:innen.”

Sprecher: Das zeigt nicht nur PISA, sondern auch zahleiche andere Studien.

O-Ton 3 (Inger Paus, 14 Sek.): “Die Vodafone Stiftung Deutschland ist deshalb Mitinitiatorin einer neuen europaweiten Bildungsinitiative. Wir wollen bis 2025 14 Millionen Jugendlichen und Lehrenden die Fähigkeiten vermitteln, die sie brauchen, um sicher durch die digitale Welt zu navigieren.”

Sprecher: Unabhängig von digitalen Geräten und Kompetenzvermittlung an den Schulen, ist ein weiteres Ergebnis des PISA-Berichts besorgniserregend. Die Freude am Lesen ist nämlich hierzulande bei Schülerinnen und Schülern sehr gering.

O-Ton 4 (Inger Paus, 24 Sek.): “Nur in den Niederlanden, Norwegen, Belgien und Dänemark ist die Freude am Lesen noch geringer als bei uns. Gleichzeitig ist sie bei uns zwischen 2009 und 2018 am stärksten zurückgegangen. Zudem sind wir das Land mit den größten Unterschieden beim Geschlecht: Mädchen zeigen deutlich mehr Lesefreude als Jungs. Hier sind vor allem die Schulen gefragt, denn dort sind die Chancen, Geschlechterunterschiede aber auch soziale Unterschiede zu überwinden, am höchsten.”

Abmoderationsvorschlag: Weniger als die Hälfte der 15-Jährigen in Deutschland kann Fakten von Meinungen unterschieden – so eines der zentralen Ergebnisse des aktuellen PISA-Berichts der OECD. Der Bericht macht deutlich, dass viele Länder ihre Anstrengungen weiter verstärken müssen, um die aufkommende digitale Kluft zu bekämpfen. Mehr Infos dazu finden Sie im Internet unter vodafone-stiftung.de.

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