Die Arbeitslosigkeit ist auch im Oktober leicht gesunken. Damit setzt sich die saisonal übliche Herbstbelebung fort. Für eine nachhaltige Trendwende fehlt der Saarwirtschaft jedoch weiterhin die Kraft. Im Vergleich zum Vorjahr hat das Saarland erneut Arbeitsplätze verloren – vor allem in der Industrie. Eine schwache Auftragslage und hohe Standortkosten belasten die Betriebe nach wie vor. Das ist besorgniserregend, denn einmal verlorene industrielle Strukturen lassen sich nur schwer wieder aufbauen. Die Bundesregierung ist daher dringender denn je gefordert, mit marktwirtschaftlichen Reformen die Energie- und Arbeitskosten zu senken und Unternehmen bei Steuern und Abgaben zu entlasten. Ebenso notwendig sind ein durchgreifender Bürokratieabbau und schnellere Genehmigungsverfahren. Eine Trendwende am Arbeitsmarkt wird erst gelingen, wenn sich Investitionen am Standort Deutschland wieder rechnen und Unternehmen hierzulande zusätzliche Kapazitäten aufbauen, statt Produktion aus Kostengründen ins Ausland zu verlagern.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé die heute (30. Oktober) von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen.
