Schüleraustausch und Corona: Für 2020 / 2021 ein halbes Schuljahr ins Ausland gehen – 5 wichtige Punkte

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Der Schüleraustausch ist bei jungen Leuten begehrt, als persönliche Erfahrung und als Vorbereitung auf ihr Leben in der international immer mehr vernetzten und multikulturellen Welt. Wer geplant hatte, im Schuljahr 2020 / 2021 für ein Auslandsjahr in die Welt aufzubrechen, hat jetzt die Frage, ob das vor dem Hintergrund der Corona-Krise machbar ist. Viele Schüler*innen haben aber nur in diesem Jahr die Möglichkeit, einen Auslandsaufenthalt zu absolvieren. Gründe können das Alter sein oder die Schullaufbahn. Damit stellt sich die Frage nach einer Alternative. Ein Ansatz kann sein, erst nach Beginn des Schuljahres und dann für einen kürzeren Zeitraum ins Ausland zu gehen. Dazu muss man die Bedingungen kennen.
1 Schüleraustausch: Das Angebot an Kurzzeit-Aufenthalten. Klassisch dauert der Schüleraustausch im Rahmen des Auslandsaufenthaltes mit dem Besuch einer High School und der Unterkunft in einer Gastfamilie ein volles Schuljahr. Durch die Verkürzung der Schulzeit (G8) sind in den letzten Jahren auch eine Nachfrage und ein „Markt“ für Kurzzeit-Aufenthalte entstanden. Diese verkürzten Schüleraustausche dauern zwischen vier Wochen und einem halben Schuljahr. Das Angebot bezieht sich vor allem auf die englischsprachigen Länder, weil nur dort das Angebot so breit ist, dass auch diese Varianten oft angeboten werden. Normalerweise sind das Kurzzeit-Aufenthalte an privaten High Schools.
2 Schüleraustausch: Was bringen die verschiedenen Kurzzeit-Auslandsaufenthalte? Die optimale Dauer für den Schüleraustausch hängt von den persönlichen Zielen und den Bedingungen ab. Beim vollen Schuljahr erleben die Schüler*innen die volle Breite der Erfahrungsmöglichkeiten. Sie lernen Land, Leute, Natur, Kultur und die Sprache bestens, weil sie den gesamten Zyklus eines Jahres miterleben. Mit einem halben Schuljahr erreichen die Schüler*innen dasselbe, nur ohne den vollen Blick in das Lebensjahr im Ausland. Das Kennenlernen des Landes wird stark eingeschränkt. Für die Verbesserung der Sprachkenntnisse ist das halbe Schuljahr aber meistens ausreichend. Wer einen noch kürzeren Aufenthalt wählt, bekommt einen Eindruck vom Land, den Menschen und der Kultur, aber sehr eingegrenzt. Je nach den vorher schon vorhandenen Sprachkenntnissen reichen aber auch drei Monate, um gut in der Sprache anzukommen. Noch kürzere Auslandsaufenthalte ähneln eher einem „Besuch“ oder verlängerten Urlaub.
3 Schüleraustausch: Die optimale Dauer des Auslandsaufenthaltes für das Schuljahr 2020 /2021. Wer für 2020 / 2021 wegen der Corona-Krise einen verkürzten Schüleraustausch plant, hat nicht nur an Corona zu denken. Wichtig ist vor allem die Frage, wie das ins Schuljahr passt. Das betrifft wichtige Prüfungstermine, zu denen die Schüler*innen möglichst in Deutschland vor Ort sein sollten. Dazu gehört aber auch die Frage, wie der Lehrstoff nach der Rückkehr nachgeholt werden kann. Das hängt natürlich auch davon ab, wie lange der Auslandsaufenthalt dauert und welcher Anteil davon in der Unterrichtszeit in Deutschland liegt. Wenn ein guter Teil der Reisezeit in die deutschen Ferien fällt, ist der Nachholbedarf sehr klein.
4 Schüleraustausch: Kurzzeit-Auslandsaufenthalte und Corona. Nach derzeitigem Stand der Corona-Entwicklung kann erwartet werden, dass der Schüleraustausch ab Herbst 2020 / Anfang 2021 in einen guten Teil der Länder und Ziele wieder sicher machbar sein. Daher ist es eine Abwägung, ob der verkürzte Schüleraustausch noch n 2020, im Januar oder erst später beginnen sollte. Beim Start im Januar können die Schüler noch ein halbes Schuljahr im Ausland bekommen. Nach den Sommerferien, also spätestens im September 2020, sollte erkennbar sein, ab wann ein Start möglich ist.
5 Kurzzeit-Aufenthalte und Corona: Wie man die passende Organisation findet. Wer ins Internet sieht, stellt fest: Es gibt sehr viele Anbieter für den Schüleraustausch. Wichtig ist, nur solche Anbieter anzusehen, die sowohl leistungsfähig als auch seriös sind. Am einfachsten und sichersten ist es, wenn man eine vorgeprüfte Anbieter-Auswahl nutzt. Dafür gibt es die Anbieter-Suchmaschine auf dem Schüleraustausch-Portal, das unabhängig informiert: www.schueleraustausch-portal.de/organisationen. Vor der Entscheidung sollte man zusätzlich mit mehreren guten Anbietern persönlich sprechen. Dafür gibt es die bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen, die deutschen Spezialmessen für Schüleraustausch und Gap Year der gemeinnützigen Stiftung Völkerverständigung, die nur seriöse Anbieter zulässt. Orte und Termine: www.aufindiewelt.de/messen. Der Eintritt ist kostenfrei.

Weitere Informationen unter:
https://www.schueleraustausch-portal.de