Schüleraustausch und Gap Year: 8 Punkte von Isabel im Freiwilligendienst zu Gastfamilie, Schule und Heimweh

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Isabel kommt aus Rheinland-Pfalz. Sie verbringt ihr Gap Year mit einem Reisestipendium der Stiftung Mensch und Zukunft im Freiwilligendienst in Ghana. Sie berichtet hier über ihre Erfahrungen. Alles zu ihrem Auslandsjahr und zu anderen Erfahrungen im Gap Year kann man im Schüleraustausch Blog lesen (www.schueleraustausch-portal.de/freiwilligendienst)
1 Freiwilligendienst im Gap Year: Mein Zimmer ist jetzt mein zuhause. In den letzten Monaten hat sich bei mir bezüglich der Unterkunft nicht wirklich viel verändert. Ich fühle mich wirklich wahnsinnig wohl, und inzwischen fühlt sich mein Zimmer auch wie mein eigenes an. Als ich nach den Ferien wieder nach Swedru (die Stadt in der ich lebe) kam, hat es sich angefühlt, als würde ich wieder nach Hause kommen. Ich denke, das ist wirklich ein gutes Zeichen.
2 Freiwilligendienst im Gap Year: Das Verhältnis zu meiner Gastfamilie. Das Verhältnis zu meiner Gastfamilie ist weiterhin gut, jedoch muss ich sagen, ich bin definitiv kein Familienmitglied. Ich verstehe mich sehr gut mit allen und fühle mich sehr wohl zu Hause (und wie gesagt, ich bezeichne es auch als zu Hause) aber es ist definitiv keine zweite Familie für mich.
3 Freiwilligendienst im Gap Year: Das Unterrichten macht mir Spaß. In der Schule hat sich aber sehr viel getan. Inzwischen habe ich einen geregelten Stundenplan und die Stunden finden auch statt. Meine Lehrerin lässt mich wirklich sehr viel selber machen. So sind die Stunden, die ich unterrichte, dann auch wirklich anstrengend aber machen natürlich auch Mega viel Spaß.
4 Freiwilligendienst im Gap Year: Der Sportunterricht in der Schule hat Grenzen. Momentan machen wir Weitsprung mit den Schülern. Jedoch ist der Unterricht meiner Meinung nach nicht all zu produktiv, denn mit über 100 Schülern/innen (im Sportunterricht werden immer zwei Klassen zusammengelegt, da es sonst nicht genug Sportlehrer gibt) und nur einer Sandgrube, kann jede/r Schüler/in nur ein bis zwei Sprünge pro Stunde machen. Und da jede Klasse nur einmal die Woche Sport hat, hält sich der Lernerfolg auch in Grenzen.
5 Freiwilligendienst im Gap Year: Wenig Interesse der Mädchen am Sportunterricht. Außerdem finde ich es sehr schade, dass vor allem die Mädchen den Sportunterricht meist nicht all zu ernst nehmen, aber so weit ich mich erinnern kann, war das in Deutschland bei mir in der Schule auch so – trotzdem schade!
6 Freiwilligendienst im Gap Year: Das Leichtathletik-Training läuft gut. Außerdem hat nun auch das Leichtathletik-Training nach der Schule angefangen, um die Sportler/innen richtig auf die bevorstehenden Wettkämpfe gegen die anderen Schulen vorzubereiten. Ich trainiere nun mit ein paar Mädchen Speerwurf. Das macht wirklich Spaß. Und vor allem ist es echt cool zu sehen, dass sie die Technik, die ich ihnen erkläre, auch umsetzen können.
7 Freiwilligendienst im Gap Year: Heimweh habe ich nur im Ausnahmefall. Allgemein zum Thema Heimweh; ich hatte von Anfang an in Deutschland gesagt „Weihnachten und wenn ich krank bin, das wird hart!“ Und genau so ist es auch gekommen. Wie oben schon beschrieben war es am Heilig Abend morgens ein bisschen hart, aber als ich letztes Jahr einmal so richtig krank war – da hat das Heimweh richtig rein gekickt. Aber sobald ich wieder gesund war, war es auch schon wieder wie weggeblasen. Tja, wer wünscht sich nicht eine Mutti, die einem Suppe und Tee bringt und einem sagt, dass alles halb so wild ist. Noch dazu kommt, dass das Gesundheitssystem hier in Ghana wirklich ein bisschen anders und für mich sehr gewöhnungsbedürftig ist. Man muss immer ins Krankenhaus und dort sind die Wartezeiten sehr lang und Paracetamol und Antibiotika wird einfach immer erstmal verschrieben. Das widerspricht ein bisschen meiner eigentlichen Philosophie, aber wie gesagt, auch die Krankheit habe ich überlebt.
8 Freiwilligendienst im Gap Year: Bei Heimweh helfen die modernen Kommunikationstechniken. Man muss auch sagen, dass gerade in der heutigen Zeit mit What’s App und FaceTime ja schnell der Kontakt zu den Lieben in Deutschland hergestellt werden kann. Und gerade als ich Heimweh hatte, habe ich eben diese Möglichkeiten auch sehr intensiv genutzt, und das hat wirklich geholfen. Momentan bin ich einfach nur glücklich hier und habe eigentlich gar kein Heimweh!
Schüleraustausch und Gap Year: Wie man die gute und günstige Organisation findet. Wer ins Internet sieht, stellt fest: Es gibt sehr viele Anbieter für Freiwilligendienst. Wichtig ist, nur solche Anbieter anzusehen, die sowohl leistungsfähig als auch seriös sind. Am einfachsten und sichersten ist es, wenn man eine vor-geprüfte Anbieter-Auswahl nutzt. Dafür gibt es die Anbieter-Suchmaschine auf dem Schüleraustausch-Portal, das unabhängig informiert: www.schueleraustausch-portal.de/organisationen. Dort gibt es auch die Stipendien Datenbank mit mehr als 1.000 seriösen Stipendien. Vor der Entscheidung sollte man zusätzlich mit mehreren guten Anbietern persönlich sprechen. Dafür gibt es die bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen, die deutschen Spezialmessen für Schüleraustausch und Gap Year der gemeinnützigen Stiftung Völkerverständigung, die nur seriöse Anbieter zulässt. Orte und Termine: www.aufindiewelt.de/messen. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen unter:
https://www.schueleraustausch-portal.de