Schüleraustausch USA: 7 Punkte, ob man das Auslandsjahr wiederholen muss

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Wer für einen Schüleraustausch während der Schulzeit ins Ausland gehen will, benötigt dafür eine Beurlaubung von der deutschen Schule zuhause. Das ist normalerweise kein Problem. Ein Punkt kann aber problematisch werden: Die Frage, wie es für die Schüler nach ihrer Rückkehr in der Deutschen Schule weiter geht. Werden sie mit ihrer alten Klasse „weiter machen“ oder wiederholen sie das Auslandsjahr, dh. sie hängen ein Jahr an ihre Schullaufbahn an. Damit stellt sich die Frage: Wann muss man wiederholen? In welchen Fällen ist es sinnvoller, wenn sich die Schüler selbst für das Wiederholen entscheiden?
1 Schüleraustausch USA und Wiederholen: High School mit J-1 Visum. Die US-Regierung unterscheidet zwei VISA-Kategorien. Mit dem K-1 Visum können die Schüler am sogenannten US Classic Programm teilnehmen. Das bedeutet, dass sie eine staatliche High School besuchen und in einer Gastfamilie leben – und für beides kein Geld bezahlen müssen. Daher ist das US Classic Programm sehr kostengünstig. Allerdings: In diesem Programm können Schüler normalerweise nur ein volles Schuljahr in die USA gehen. Diese Dauer des Schüleraustausches wirkt sich dann wieder auf die Frage aus, ob man nach der Rückkehr in Deutschland das Auslandsjahr wiederholen muss. Denn eines ist klar: Je länger die Schüler nicht in Deutschland in die Schule gehen, desto wahrscheinlicher ist, dass sie das Schuljahr wiederholen sollten bzw. von der Schule her müssen.
2 Schüleraustausch USA und Wiederholen: High School mit F-1 Visum. Die Schüler können auch mit einem F-1 Visum in die USA reisen. Dann besuchen sie eine private High School, die für die eigenen Leistungen Schulgeld verlangt und deren Gastfamilien ebenfalls eine Aufwandsentschädigung für die Unterbringung erwarten. Alternativ gibt es hier oft auch die Unterbringung in einem Internat. Im Hinblick auf die Frage des Wiederholens bietet dieses Modell, das von den Austauschorganisationen oft auch als USA Select Programm bezeichnet wird, den Vorteil, dass die Aufenthaltsdauer relativ frei gewählt erden kann: zwischen einem Monat und einem vollen Schuljahr. Wer nur wenige Monate in die USA geht und diese Zeit teilweise in die deutschen Schulferien legen kann, verpasst in Deutschland kaum Unterricht.
3 Schüleraustausch USA und Wiederholen: Die Bedingungen der deutschen Schulen. Die Anforderungen der Schulen in Deutschland zur Frage des Wiederholens sind sehr verschieden. Die Regelungen der Bundesländer sind unterschiedlich, teilwiese auch je Schulform, ob Gymnasium, Gesamtschule oder eine andere Schulform. Hinzu kommen die Unterschiede zwischen den Bildungsgängen: G8 oder G9. Generell ist es leichter, ein Schuljahr im Ausland ohne Wiederholen zu absolvieren, wenn es sich um eine G9-Schule handelt als bei G8-Schulen.
4 Schüleraustausch USA und Wiederholen: Die Klassenstufen. Ob die Schüler die zeit im Ausland anerkannt bekommen können oder wiederholen müssen, hängt auch davon ab, in welcher Klassenstufe die jungen Leute in die USA gehen. Denn natürlich ist es wichtig, ob der Stoff in der deutschen Schule für den weiteren Unterricht vorausgesetzt wird oder ob in der betreffenden Klassenstufe vor allem Inhalte der vorherigen Klassen wiederholt werden.
5 Schüleraustausch USA und Wiederholen: Der Lehrstoff in den USA. Wenn die Entscheidung über die Anerkennung des US-Lehrstoffs in Deutschland nur davon abhängt, ob dieselben Inhalte gelernt werden, ist die Fragestellung leicht zu klären. Die Schüler können in Deutschland mit ihrer Schule abstimmen, welche Fächer und ggf. welche Inhaltsschwerpunkte sie in den USA lernen müssen. An der US High School gibt es oft die Möglichkeiten, den Inhalt des Lehrstoffs zu beeinflussen, indem sie dort in eine höhere Klassenstufe eingruppiert werden oder auch durch anspruchsvollere oder Zusatzkurse, so dass das deutsche Schulniveau erreicht wird. Zumindest bei den privaten High Schools ist das regelmäßig möglich.
6 Schüleraustausch USA und Wiederholen: Der Leistungsstand der Schüler. Der Leistungsstand der Austauschschüler wirkt sich auf die Frage des Wiederholens oft aus. Das betrifft sowohl ihre Leistungen in Deutschland vor ihrer Abreise in die USA als auch ihr Engagement in den USA.
7 Schüleraustausch USA und Wiederholen: Die Unterstützung der deutschen Schule. Die deutschen Schulen können die Rückkehrer aus den USA in mehrfacher Hinsicht unterstützen. Das beginnt bei der laufenden Information über die Lehrinhalte während der Zeit in den USA. Dazu kann aber auch gehören, dass die Schule Zusatzkurse in den Ferien für schwächere Schüler anbietet, die auch für die Rückkehrer geöffnet werden, so dass sie eventuellen Lücken füllen können.
Die besten Austauschorganisationen für den Schüleraustausch USA. Wer ins Internet sieht, stellt fest: Es gibt sehr viele Anbieter für den Schüleraustausch USA. Wichtig ist, nur solche Anbieter anzusehen, die sowohl leistungsfähig als auch seriös sind. Am einfachsten und sichersten ist es, wenn man eine vorgeprüfte Anbieter-Auswahl nutzt. Dafür gibt es die Anbieter-Suchmaschine auf dem Schüleraustausch-Portal, das unabhängig informiert (www.schueleraustausch-portal.de/organisationen). Dort gibt es auch die Stipendien Datenbank mit mehr als 1.000 seriösen Stipendien für den Schüleraustausch. Vor der Entscheidung sollten die Schüler zusätzlich mit mehreren seriösen Anbietern persönlich sprechen. Dafür gibt es die bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen der gemeinnützigen Stiftung Völkerverständigung, die nur seriöse Anbieter zulässt. Orte und Termine: www.aufindiewelt.de/messen. Der Eintritt ist kostenfrei.

Weitere Informationen unter:
https://www.schueleraustausch-portal.de

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