Schüleraustausch: 5 Punkte, warum die Schüler nach dem Auslandsjahr in der Schule oft besser sind

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Das Auslandsjahr während der Schulzeit, der Schüleraustausch, ist bei vielen jungen Leuten begehrt. Die Eltern haben dabei oft die Sorge, ob der Auslandsaufenthalt den Schulerfolg in Deutschland gefährden könnte. Das überraschende Ergebnis ist, dass die meisten Rückkehrer danach in ihrer Schule besser sind als zuvor. Was sind die Gründe für diesen Effekt des Schüleraustausches? Die Gründe sind individuell bei jedem etwas anders. Man kann aber 5 wichtige Faktoren erkennen:
1) Schüleraustausch macht neugierig. Die Schüler bekommen im Ausland die Chance, viele neue Menschen und Themen kennen zu lernen. Die Rückkehrer bewahren sich ihre Neugier oft und haben damit auch in der Schule in Deutschland Erfolg.
2) Schüleraustausch zeigt den Spaß am Lernen. Vor allem in den USA und den anderen anglo-amerikanischen Ländern ist die Schule viel mehr Teil des Lebens von Schülern, Eltern und Lehrern. Das führt zu einer hohen Identifikation mit der Schule und zu tendenziell größerem Engagement in der Schule. Diesen Spaß am Lernen nehmen viele Austauschschüler mit nach Hause.
3) Schüleraustausch bringt Lebenserfahrung. Im Ausland werden die Schüler reifer und auch „erwachsener“. Das führt dazu, dass sie mehr als vorher verstehen, welche Chancen eine gute Schulbildung hat und dass sie die Lernangebote der deutschen Schule mehr zu nutzen.
4) Schüleraustausch bringt Kenntnisse für Schulfächer. Dieser Punkt ist für das Auslandsjahr zwar nicht auschlaggebend, weil ja das Kennenlernen der anderen Kultur den Sinn des Austausches ausmacht, aber: Im Ausland lernt man auch Dinge, die für dich in der Schule in Deutschland nützlich sein können. Vor allem die Sprachkenntnisse werden wesentlich besser, und wer ins englischsprachige Ausland geht, hat hinterher in Englisch einen Vorsprung. In vielen Fachthemen ist das unterschiedlich, aber: wer im Ausland die anspruchsvolleren Kurse wählt, dem bekommt einen Unterrichtsinhalt, der dem in Deutschland entspricht.
5) Der Schulerfolg und die Schule in Deutschland. Die meisten Austauschschüler kommen aus Schulen, die den Schüleraustausch unterstützen. Diese Schulen bereiten auch die Rückkehr gut vor. Teilweise bieten diese Schulen Kurse für Rückkehrer in den Ferien an, damit die Schüler Lücken in einzelnen Fächer schnell schließen können.
Ob die Schüler nach dem Auslandsjahr in der Schule besser sind, hängt sowohl von ihnen selbst als auch von den Schulen ab. Daher macht es einen Unterschied, welche Schule man im Ausland besucht. Die Auswahl der Schule und die Organisation des Auslandsjahres erfolgt durch spezialisierte Austausch-Organisationen. Der Markt der Anbieter ist vielfältig; die Angebote sind sehr unterschiedlich. Daher sollte man die Auswahl der Organisation systematisch angehen und zuerst mit der Schule die Rahmenbedingungen klären und überlegen, was für das Auslandsjahr wichtig ist. Dann sollte man darauf achten, nur Anbieter in den Blick zu nehmen, die seriös und leistungsfähig sind. Im Internet gibt es eine gute Übersicht in der Anbietersuche auf dem Schüleraustausch-Portal (schueleraustausch-portal.de/organisationen). Zum Schluss kommt das persönliche Gespräch mit den Austausch-Organisationen. Dafür gibt es die bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen – die deutschen Schüleraustausch-Messen – der Stiftung Völkerverständigung, die nur qualifizierte Anbieter zulässt. Orte und Termine: aufindiewelt.de/messen. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen unter:
https://www.schueleraustausch-portal.de